Wenn Fressen krank macht

Wenn Fressen krank macht

Der zweijährige Yorkshire Terrier Jimmy wird zum Tierarzt gebracht, weil er unter unstillbarem Juckreiz leidet; auch im Gesicht und an den Ohren. Immer wieder reibt er seine entzündeten Lippen über den Boden und die Innenseiten der Ohrmuscheln sind hochrot. Jimmy schüttelt häufig den Kopf und übler Geruch entströmt dem entzündeten Gehörgang. Wenn jemand beim Streicheln an seinen Ohren ankommt, weint Jimmy schmerzlich auf. Andauernd benagt er seine juckenden Pfoten, die Haut zwischen den Zehen und zwischen den Ballen ist wund und geschwollen. Nach umfassenden Untersuchungen steht fest, dass Jimmy an Futtermittelallergie leidet. Diese ist nach der Flohallergie und Atopie ( allergische Reaktion auf Umweltallergene, z.B. Hausstaubmilben) die dritthäufigste allergische Hauterkrankung bei Hunden.

Immunsystem reagiertauf unverdautes Protein

Hunde mit Futtermittelallergie verdauen Eiweiß aus dem Futter nicht vollständig, wodurch dieses als Allergieauslöser wirken kann. Es ist daher wichtig, solche Patienten ausschließlich mit hypoallergenem Futter zu ernähren. Der Tierarzt verschreibt Jimmy das neueste und modernste medizinische Diätfutter für Hunde mit Futtermittelallergie (Anallergenic- Trockenfutter von Royal Canin). Bei der Herstellung dieses Futters werden die Proteine (Eiweiß) durch Hydrolyse in so winzige Bestandteile gespalten, dass sie vom Körper nicht mehr als Allergen wahrgenommen werden können. Und ganz wichtig: Diese kleinen Eiweißteile werden zu 100 Prozent verdaut! Es fallen also keine Allergieauslöser an. Auch extreme Allergiker bleiben bei konsequenter, lebenslanger Ernährung mit „Anallergenic“ beschwerdefrei.

Auch der Darm kann reagieren
Schäferrüde Rex leidet an chronischem Durchfall, laut gurgelnden Darmgeräuschen und faulig stinkenden Winden. Es ist fast unmöglich, Rex noch irgendwohin mitzunehmen. Obwohl auch Rex hin und wieder Hautprobleme hat, handelt es sich bei ihm nicht um eine Futtermittelallergie, sondern um eine Futtermittelintoleranz. Der Unterschied ist folgender: Bei der Futtermittelintoleranz ist das Immunsystem nicht beteiligt. Aber auch hier entstehen die Krankheitssymptome durch unvollständig verdautes Eiweiß, zum Beispiel wenn Enzyme fehlen. Aber auch bei der Futtermittelintoleranz kann das durch Hydrolyse in winzige Moleküle aufgespaltene Eiweiß, wie es in Anallergenic-Trockenfutter enthalten ist, hundertprozentig verdaut werden. Dadurch wird die Kotkonsistenz wieder normal und Darmgeräusche und stinkende Winde gehören der Vergangenheit an. Um einen Rückfall zu vermeiden, darf Rex ausschließlich mit der medizinischen Diät gefüttert werden.