Spezielles Futter für vierbeinige Senioren

Warum alte Hunde besondere Bedürfnisse haben

Die Lebenserwartung von Hunden ist an ihre Größe und das Gewicht gebunden. Je kleiner und leichter sie sind, desto schneller sind sie ausgewachsen und desto älter können sie werden. Mit zunehmender Größe nimmt jedoch die Dauer der Wachstumsphase zu und die Lebenserwartung ab. Vom Zeitpunkt des Wachstumsendes bis zur Lebensmitte (Hälfte der erwarteten Lebensspanne) spricht man vom ausgewachsenen jungen Hund, ab der Lebensmitte vom älteren Hund und im letzten Lebensdrittel vom alten Hund.

Erste Alterungsprozesse bleiben unbemerkt

Obwohl die Zellalterung schon in der Lebensmitte des Hundes beginnt, kann der Tierhalter in dieser ersten Phase des Alterungsprozesses meist noch keinerlei Veränderungen an seinem Vierbeiner entdecken. Die Zellalterung hat eine verminderte Teilungsfähigkeit der Zellen zur Folge, was zu einem langsamen fortschreitenden Umbau in den Organen und zu reduzierter Stoffwechselleistung führt. Erst wenn beim Vierbeiner die ersten Ausfallserscheinungen und Beschwerden auftreten, wird auch dem Hundehalter bewusst, dass sein vierbeiniges Familienmitglied alt wird. Das Immunsystem des Tieres wird schwächer und die Heilungstendenz nach Verletzungen verschlechtert sich. Zusätzlich kommt es zur vermehrten Ablagerung von Abfallprodukten des Zellstoffwechsels und damit zur Schlackenbildung. Die Elastizität der Gelenksknorpel vermindert sich und die Gelenksflüssigkeit wird weniger – erste Gelenks-probleme treten auf. Die daraus resultierende Bewegungsunlust führt zum Schwund der Muskulatur und zu Übergewicht – ein wahrer Teufelskreis. Auch Probleme mit den Nieren und der Verdauung wie zum Beispiel Verstopfung kommen jetzt häufiger vor. Bei übergewichtigen Hunden – sehr oft sind sie kastriert – besteht die Gefahr im Alter an Diabetes zu erkranken. Angesichts dieser vielfältigen Problematik des Alterns unserer vierbeinigen Freunde ist es wichtig zu wissen, dass mit einer hochwertigen, dem Lebensalter angepassten Ernährung nicht nur Beschwerden gemildert, sondern der gesamte Alterungsprozess verzögert werden kann.

Den Organismus mit der Nahrung unterstützen: Senior-Futter aus dem diätetischen Sortiment von Veterinary HPM berücksichtigt in seiner Zusammensetzung die besonderen Bedürfnisse älterer Hunde. Die wichtigsten davon sind:

Stärkung der Abwehrkräfte: Die Funktion des Immunsystems ist in hohem Maße abhängig von der Zusammensetzung der Nahrung und erfordert einen großen Nährstoff- und Energieeinsatz. Vor allem Proteine und Vitamin E – ein natürliches Antioxidans – spielen eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung eines funktionierenden Immunsystems.

Unterstützung der Gelenke und Erhalt der Muskelmasse: Die spezifischen Zusatzstoffe Chondroitin und Chitosan im HPM-Senior-Trockenfutter unterstützen den Erhalt elastischer und kräftiger Gelenke. Um die Belastung der Gelenke zu reduzieren, ist es notwendig, dass eine kräftige Muskulatur erhalten bleibt. Voraussetzung dafür ist, dass der Körper mit ausreichenden Mengen diätetischer Proteine versorgt wird. Besonders wichtig ist dies bei älteren Hunden, da deren Proteinbedarf um 50% steigt. Dies muss bei der Herstellung von Futter für vierbeinige Senioren berücksichtigt werden.

Vermeidung von Übergewicht: Als Folge der nachlassenden körperlichen Aktivität oder auch begünstigt durch die Kastration entwickelt sich häufig Übergewicht, das nicht nur die Gelenke schädigt, sondern auch zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel mit allen gesundheitlichen Nachteilen führen kann. Bei HPM-Senior-Futter fördert der Zusatz von L-Carnitin die Energiegewinnung aus Fett und begrenzt somit die Speicherung von Körperfett. Dieses Futter hat einen sehr niedrigen Fettgehalt, aber einen erhöhten Rohfasergehalt, was den Energiegehalt der Nahrung und somit die Kalorienaufnahme noch zusätzlich begrenzt. Der im Senior-Futter reduzierte Stärkegehalt unterstützt die Aufrechterhaltung eines stabilen Blutzuckerspiegels.

Unterstützung der Nierenfunktion: Chronische Nierenerkrankungen sind bei alten Vierbeinern sehr häufig. Da sie sich schleichend entwickeln, zeigen sich Symptome und erhöhte Nierenwerte erst sehr spät. Chronisch kranke Nieren können die beim Eiweißabbau entstehenden Stoffwechselprodukte nicht ausscheiden, sie bleiben im Blut und vergiften es. Da sich geschädigtes Nierengewebe nicht mehr regenerieren kann, ist die Behandlung darauf ausgerichtet, gesunde Anteile der Niere funktionsfähig zu erhalten und das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten. Dabei kann die richtige Ernährung wesentlich mithelfen. Leider glaubte man lange Zeit, dass Nierenpatienten möglichst wenige Proteine (Eiweiß) zu sich nehmen sollen, damit die kranke Niere möglichst wenig arbeiten muss. Das stimmt aber nicht! Denn alle Organe – auch die geschädigte Niere – brauchen zur Erhaltung ihrer Struktur und damit ihrer Funktionsfähigkeit hochwertiges Eiweiß. Verweigert man den Patienten hochverdauliche, hochwertige Proteine wird die Muskulatur abgebaut und daraus Phosphat gebildet, welches im Übermaß die Nieren zusätzlich schädigt. HPM-Senior-Futter enthält daher Proteine höchster biologischer Wertigkeit, um einen Mangel an essentiellen Aminosäuren zu verhindern. Der Erhalt einer gesunden Nierenfunktion wird durch den reduzierten Phosphorgehalt der Nahrung und das Binden von Phosphor im Darm durch den Zusatzstoff Chitosan unterstützt. Denn wenn Phosphor von der kranken Niere nicht ausgeschieden werden kann, reichert es sich im Körper an und der Kalzium-Phosphor-Stoffwechsel kommt aus dem Gleichgewicht. Als Reaktion darauf mobilisiert der Organismus Kalzium aus den Knochen, und unlösliche Kalzium-Phosphat-Komplexe reichern sich im Organismus an. Es kommt zur Verkalkung der Niere und der Herzkranzgefäße mit vielen Sekundärschäden. Der Phosphat-Überschuss trägt am meisten zum Fortschreiten der Chronischen Nierenerkrankung bei. Dies erklärt die Wichtigkeit des Einsatzes von Phosphatbindern wie Chitosan in Spezialnahrung für alte Tiere.

Regulierung der Verdauung: Da ein hoher Stärkegehalt im Futter zu Verdauungsproblemen führt, enthält HPM-Futter nur einen sehr geringen Stärkeanteil und unterstützt so eine gute Verdauungstoleranz. Präbiotika in Form von unlöslichen Fasern und probiotisch wirkende Laktobazillen regulieren die Darmpassage und tragen zu einer ausgewogenen Darmflora bei.

Unterstützung von Haut und Fell: Der hohe Gehalt an tierischen Proteinen (reich an schwefelhaltigen Aminosäuren!) und der ausgewogene Gehalt an essentiellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im Futter fördern die Erneuerung von Haut und Fell und den Erhalt der Barrierefunktion der Haut.