Rüde ‚Harry‘ besiegt bösartigen Tumor

Rüde Harry besiegt bösartigen Tumor

Der neunjährige Rüde Harry gehört zur Rasse der Shar-Pei und zeichnet sich durch alle Attribute aus, die dieser alten chinesischen Rasse zugeschrieben werden: Er ist charmant, unabhängig, treu und besonders liebevoll im Umgang mit seiner menschlichen Familie. Wie viele ältere Hunde litt auch Harry seit einiger Zeit an Arthrosen (Degenerative Gelenksentzündung) mehrerer Gelenke und wurde mit Schmerzmitteln und aufbauenden Präparaten für die Gelenke behandelt – alles kein Grund zur Beunruhigung. Bei einem Kontrollbesuch beim Tierarzt fiel diesem jedoch ein Knoten oberhalb des Anus auf. Nach der Probepunktion des Knotens und der zytologischen Untersuchung stand fest, dass Harry an einem bösartigen Mastzelltumor erkrankt war. Der Tierarzt operierte, der Tumor kam wieder; so ging das mehrere Male – und nach jeder Operation wuchs der Tumor noch schlimmer nach, bis er schließlich geschwürig zerfiel und eitrig infiziert war. Harry wurde an eine Klinik überwiesen und mit mehreren Chemotherapien behandelt; auch Strahlentherapie wurde versucht – alles ohne Erfolg, der Tumor schien nicht zu besiegen. Der Haustierarzt begann bereits damit, die Familie schonend darauf vorzubereiten, dass man beim Auftreten von Metastasen mit Harrys Ende rechnen müsste. Doch bei einem Fortbildungs-Seminar hörte der Doktor einen Vortrag über „Masivet“, ein neues Medikament gegen Mastzelltumor. Dieses Medikament wirkt zielgerichtet nur auf Mastzellen und tötet diese ab, indem es spezielle Enzyme der Mastzelle hemmt, die für die Zellfunktion und das Überleben der Zelle unbedingt notwendig sind. „Masivet“ blockiert also den Überlebenssignalweg der Tumorzellen und hemmt so das Tumorwachstum und lässt den Tumor schrumpfen – bis hin zum vollständigen Verschwinden des Tumors. Weiter verhindert es die Metastasenbildung (Ausbreitung der Tumorzellen) im Körper. Durch die zielgerichtete Wirkung auf Mastzellen setzt „Masivet“ direkt am Ursprung des Tumors an und beschädigt im Gegensatz zu zytostatischen Chemotherapien nicht auch gesunde und nützliche Zellen. Daher ist „Masivet“ auch in höherer Dosierung gut verträglich.

Harry wird gesund

Harrys Familie freute sich, dass ihr geliebter Vierbeiner nun zu Hause weiterbehandelt werden konnte. Denn im Gegensatz zur Chemotherapie, die an der Klinik intravenös verabreicht werden muss, liegt Masivet in Tablettenform vor und braucht dem vierbeinigen Patienten nur einmal täglich zu Hause eingegeben werden. Zur Überraschung seiner Besitzer besserte sich Harrys Arthrose innerhalb der ersten sieben Behandlungstage deutlich. Der Grund dafür ist, dass bei jeder Entzündung Mastzellen maßgeblich beteiligt sind und diese durch die Masivet-Therapie mit erfasst werden. Auch Harrys von Natur aus etwas seborrhoeisches Hautbild verbesserte sich innerhalb des ersten Therapiemonats. Zu Beginn des zweiten Therapiemonats kämpfte Harry kurzzeitig mit Übelkeit und Erbrechen – eine lästige Nebenwirkung, die aber nach zehn Tagen wieder vorüber war. Wie lange Harry die Tabletten noch einnehmen muss, entscheidet der Tierarzt bei regelmäßigen Check-ups. Herrchen und Frauchen sind jedenfalls glücklich:“ So gut war Harry seit Jahren nicht mehr beisammen!“, sagen beide.

Mastzelltumor beim Hund

Die häufigsten Hauttumoren beim Hund sind Mastzelltumoren: Zwanzig Prozent aller bei dieser Tierart in der Haut vorkommenden Tumoren gehören dieser Tumor- Art an. Betroffen sind vor allem, aber nicht ausschließlich, ältere Hunde, wobei das Durchschnittsalter bei achteinhalb Jahren liegt. Manche Hunderassen sind besonders anfällig dafür: zum Beispiel Boxer, Golden- und Labrador-Retriever, Berner Sennenhunde, Dackel und Mops. Das Erscheinungsbild kann sehr unterschiedlich sein: Deutlich erhaben, aber auch diffus – also ohne deutliche Abgrenzung – in der Haut liegend, können die Tumoren behaart oder unbehaart sein, sich weich oder derb anfühlen oder auch geschwürig zerfallen. Mastzelltumoren sind fast immer sehr bösartig und neigen zur Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) in Lymph- Harrys Mastzelltumor zu Behand- lungsbeginn. Nach nur sechs Wochen Behandlung mit MasivetTabletten ist der Tumor ver- schwunden. knoten, Leber, Milz und Knochenmark. Manche setzen auch Heparin und Histamin frei, was zu Blutungen, Juckreiz und Geschwürbildung führt. Bevorzugte Lokalisationen dieser TumorArt sind der Kopfbereich – vor allem Ohren, Lefzen und das Gebiet zwischen Lefzen und Nasenspiegel. Mastzelltumoren finden sich jedoch auch gehäuft in der Analgegend (wie bei Harry), an der Penis-Vorhaut und am Hodensack, können aber prinzipiell am ganzen Körper vorkommen. Das gleichzeitige Auftreten zahlreicher Mastzelltumoren an verschiedenen Körperstellen ist möglich. Die Heilungsaussichten waren bisher schlecht. Auch wenn der Mastzelltumor chirurgisch entfernt wird, kommt er meist nach kurzer Zeit wieder. Sehr oft sind Mastzelltumoren jedoch inoperabel: zum Beispiel an der Penis-Vorhaut, an den unteren Abschnitten der Extremitäten und oft auch im Schädelbereich.