Grannen – für Hunde gefährlich!

Wenn Hunde im Sommer fröhlich über eine Wiese tollen, passiert es oft, dass die im Volksmund „Schliefhansel“ genannten Grannen von Gras- oder Getreideähren in der Ohrmuschel hängenbleiben. Sie dringen in den Gehörgang ein und je mehr das Tier versucht, die Granne durch heftiges Kopfschütteln wieder los zu werden, desto tiefer dringt sie ein. Wenn die Grannenspitze noch sichtbar ist, versuchen Sie, diese vorsichtig herauszuziehen. Gelingt es nicht, unbedingt Hilfe beim Tierarzt, der die Granne mit einer Spezialzange entfernt, suchen! Wird die Granne nicht entfernt, wandert sie im Gehörgang weiter und durchbohrt das Trommelfell. Leider bleiben „Schliefhansel“ während Spaziergängen auch häufig im Bereich der Pfoten hängen, stecken dann eine Weile zwischen den Zehen und verursachen vorerst keine Schmerzen, obwohl die Granne sich durch die Haut bohrt. Erst nach einigen Tagen kommt es zur eitrigen Entzündung im Zwischenzehenbereich und zu heftigen Schmerzen. Jetzt muss möglichst rasch der Tierarzt aufgesucht werden. Dieser macht einen kleinen Einschnitt in die Haut und entfernt den „Schliefhansel“. Um solche Komplikationen zu vermeiden, sollte man Hunde nach jedem Spaziergang nach Grannen absuchen und diese sofort entfernen.