Erholung für zwei – Urlaub mit dem Hund

Familie Maier freut sich auf den Sommerurlaub in Italien. Da Labrador Tommy auch mitkommen soll, sucht Frau Maier zeitgerecht den Tierarzt auf, um die Impfungen zu checken. „Mit den Impfungen allein ist es aber noch nicht getan“, meint der Tierarzt, „Tommy muss auch gegen Reisekrankheiten geschützt werden, damit er sich im Urlaubsland nicht ansteckt.“

Reisekrankheiten im Vormarsch
Durch den zunehmenden Hundetourismus und die weltweite Klimaerwärmung ist ein deutlicher Anstieg der für Vierbeiner typischen Reisekrankheiten feststellbar und einige davon sind bereits bis nach Mittel- und Nordeuropa vorgedrungen. Waren zum Beispiel Krankheiten wie Leishmaniose und Herzwurmkrankheit vor zehn bis fünfzehn Jahren noch ausschließlich auf südliche Regionen beschränkt, so kommen sie heute auch schon in Deutschland und Österreich vor. In Österreich finden sich bereits über 2000 mit Leishmaniose infizierte Hunde. Die Gefahr sich mit einer Reisekrankheit anzustecken ist für Hunde in folgenden Ländern besonders groß: Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Griechenland und Türkei. Ein gewisses Risiko besteht jedoch auch in Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Ungarn und Rumänien. Übertragen werden die Reisekrankheiten des Hundes durch Vektoren, nämlich Gemeine Stechmücken, Sandmücken und Zecken. Einige können auch dem Menschen gefährlich werden.

Sandmücken übertragen Leishmaniose
Diese Erkrankung kommt in ganz Südeuropa vor, wird durch den Stich von Sandmücken übertragen und ist eine Zoonose, was bedeutet, dass eine Übertragung vom Tier auf den Menschen möglich ist. Weltweit sind zwölf Millionen Menschen an Leishmaniose erkrankt. Hunde werden viel öfter von Sandmücken gestochen als der Mensch – ungefähr sechsmal so oft – weshalb die Ansteckungsgefahr für Vierbeiner deutlich größer ist. An Leishmaniose erkrankte Individuen enthalten die Erreger (Leishmanien) nicht nur im Blut, sondern in jedem Gewebe des Organismus. So scheiden Hunde Leishmanien auch über Harn und Samen aus. Infizierte Hunde magern ab und sind matt und teilnahmslos. Typisch sind die Hautveränderungen und leicht nässenden Wunden im Kopfbereich, der brillenförmige Haarausfall um die Augen, die überlangen Krallen und schwere Schädigungen der inneren Organe, wie Leber, Milz und Nieren. Der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit kann sehr lange sein – von zwei Monaten bis zu einigen Jahren. Ohne Behandlung führt die Erkrankung zum Tod – meist durch Nierenversagen.

Gemeine Stechmücke als Vektor für Herzwurmlarven
Bei der Herzwurmkrankheit übertragen Stechmücken beim Stich die infektiösen Herzwurmlarven, die in die Blutbahn des Hundes eindringen und schließlich als erwachsene, bis zu 30 cm lange Herzwürmer die rechte Herzkammer und die Lungenarterie verstopfen. Herzerweiterung und Lungenthrombosen sind die Folge. Die betroffenen Hunde sind matt, leiden an schwerer Atemnot, heftigen Hustenanfällen, Leberstauung, Bauchwasser und Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen. Eine Therapie gegen Herzwurmbefall ist zwar möglich, aber nicht ganz ungefährlich, da die durch die Medikamente abgetöteten Herzwürmer zu Thromboembolien führen können.

In Europa weit verbreitet: Hundemalaria
Die im Süden vorkommende Braune Hundezecke überträgt beim Blutsaugen die Erreger der gefürchteten Hundemalaria (Babesiose, Piroplasmose). Diese zerstören die roten Blutkörperchen der infizierten Tiere, Blutarmut und Gelbsucht sind die Folge. Durch die Ausscheidung des abgebauten Blutfarbstoffs färbt sich der Urin rotbraun. Rasche Behandlung ist nötig, um das Hundeleben zu retten. Aber Vierbeiner müssen nicht einmal in den Süden reisen, um sich mit Babesiose anzustecken: Der gesamte Osten Österreichs ist inzwischen Verbreitungsgebiet der Erreger der Hundemalaria, wobei die Übertragung in Österreich nicht durch die Braune Hundezecke, sondern durch die Auwaldzecke erfolgt. Die Braune Hundezecke ist auch Überträger der in Mittelmeer ländern weit verbreiteten Ehrlichiose. Es ist dies eine sehr schwer verlaufende Erkrankung, die unbehandelt infolge zunehmender Blutungsneigung – Nasenbluten, Bluthusten und Blutergüsse in den Gelenken sind typisch – zum Tod des Tieres führen kann. Neben dem Erreger der Ehrlichiose stellt nach der Heimkehr auch die Zecke ein Problem dar, da diese sich auch in der Wohnung des Hundehalters vermehrt. Immer öfter wird die Braune Hundezecke auch in österreichischen und deutschen Tierheimen gefunden – offensichtlich eingeschleppt mit importierten Hunden. Obwohl bei uns nicht heimisch, kann diese Zeckenart in Häusern überwintern und eventuell auf den Menschen übergehen.

Protectorband wehrt Mücken und Zecken ab 
Zur Vorbeugung gegen Reisekrankheiten empfiehlt sich das Scalibor-Protectorband. Dieses verhindert zuverlässig Stiche von Sandmücken, Gemeinen Stechmücken und den Befall mit Zecken. Denn der im Scalibor-Protectorband enthaltene Wirkstoff Deltamethrin tötet die Parasiten nicht nur ab, sondern hat auch eine stark repellierende Wirkung. Das heißt, es hat eine parasitenabstoßende Wirkung – Mücken und Zecken laufen auf der durch Deltamethrin geschützten Haut wie auf einer heißen Herdplatte und ergreifen die Flucht bevor sie stechen. Eine Erregerübertragung wird so wirkungsvoll verhindert. Legen Sie dem Hund das Scalibor-Protectorband eine Woche vor Reiseantritt an und entfernen Sie es frühestens nach dem Heimkommen.