Erholung für zwei – Urlaub mit Hund

Urlaub mit dem Hund

Es ist allgemein bekannt, dass Hunde stabilisierend auf das körperliche und seelische Wohlbefinden ihres menschlichen Partners wirken. Warum also sollte man die Vierbeiner dann gerade in den schönsten Wochen des Jahres – im Urlaub – nicht dabeihaben? Rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnen Mindestens vier Wochen vor Reiseantritt unbedingt den Haustierarzt aufsuchen und die Impfungen des Vierbeiners überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen. Bei dieser Gelegenheit kann auch gleich anhand einer Vorsorgeuntersuchung der aktuelle Gesundheitszustand des Hundes festgestellt werden. Ganz wichtig ist es auch, sich vom Tierarzt beraten zu lassen, wie der Hund am besten gegen durch Parasiten ( Zecken, Stechmücken) übertragene Reisekrankheiten (z.B. Hundemalaria) geschützt werden kann. Die passenden Mittel sind beim Tierarzt vorrätig.

Auslandsreisen
Generell brauchen Hunde dafür den blauen EU-Heimtierausweis und müssen gechippt und tollwutgeimpft sein. Die Tollwutimpfung muss mindestens vier Wochen, aber nicht älter als ein Jahr sein. Da viele Länder – selbst innerhalb der EU – Sonderbestimmungen für die Einreise von Tieren haben, sollten Sie sich vor jeder Reise im jeweiligen Konsulat danach erkundigen. Auch unter www.tierschutzinwien.at finden Sie aktuelle Informationen über Einreisebestimmungen. Einfach auf „Reisen mit Heimtieren“ klicken.

Bello wird im Auto schlecht
Das gängigste Transportmittel für Reisen mit dem Hund ist das Auto. Leider vertragen nicht alle Vierbeiner längere Autofahrten gut; vielen wird schlecht, sie werden reisekrank! Die typischen Anzeichen für Reisekrankheit sind Übelkeit, Speicheln, Erbrechen, Rastlosigkeit, Angst und Zittern. Die genannten Symptome entstehen im Gehirn, das von den Signalen des Gleichgewichtsorgans gleichsam bombardiert wird. Dieses empfindliche Organ befindet sich im Innenohr und reagiert auf Stöße, Schwankungen und Schaukeln des Autos. Das Gehirn kombiniert diese Impulse mit Informationen von den Augen und verarbeitet sie gemeinsam. Die gleiche Region im Gehirn steuert auch Gefühle, wie Beklemmung und Angst, die den Teufelskreis noch verstärken. Alle Impulse zusammen stimulieren das Brechzentrum, wodurch Übelkeit und Erbrechen ausgelöst werden. Stehen die Informationen der Augen im Widerspruch zu den anderen Impulsen – zum Beispiel wenn die Augen das unbewegte Innere des sich bewegenden Autos betrachten -, wird die Übelkeit noch verschlimmert.

Reisekrankheit ade!
Lange gab es keine befriedigende Therapie gegen Reisekrankheit beim Hund. Versuche mit Beruhigungsmitteln machten die Tiere müde und schläfrig und bewirkten, dass die Vierbeiner halb bewusstlos am Urlaubsort ankamen. An ein „Äußerlngehen“ unterwegs war nicht zu denken. Aber neuerdings gibt es für Hunde Tabletten gegen Reisekrankheit (Cerenia), die direkt im Brechzentrum im Gehirn wirken, indem sie Botenstoffe für den Brechvorgang blockieren. Die Tabletten wurden speziell für Hunde entwickelt und machen nicht müde, sind also auch für spontane Ausflüge geeignet. Dauert die Anfahrtszeit zum Urlaubsort länger, kann auch der Hund während einer Pause problemlos aussteigen und äußerlngehen. Cerenia-Tabletten sollten ein bis zehn Stunden vor Reiseantritt verabreicht werden. Die Wirkung hält für mindestens zwölf Stunden an. Eine kleine Mahlzeit oder ein Leckerbissen vor der Eingabe von Cerenia wird empfohlen.

Ortsveränderungen können stressen
Setterhündin Maja hat zwar die Anreise zum Urlaubsort problemlos überstanden, aber die veränderte Umgebung im Hotel und die völlig andere Geräuschkulisse im Urlaubsort zerren an ihren Nerven. Die vielen Menschen am Strand, die lärmenden Kinder im Hotel und das laute südländische Leben erschrecken Maja. Ein kleines zusätzliches Geräusch genügt, dass die Hündin zu zittern und zu winseln beginnt. Doch Maja hat Gück: Der ortsansässige Tierarzt verschreibt ihr kein Beruhigungsmittel, sondern rät zu Calm-Trockenfutter von Royal Canin. Dies ist ein medizinisches Spezialfutter für Hunde und Katzen, das den Vierbeinern hilft, Veränderungen und ungewohnte Situationen in Ruhe zu akzeptieren. Das neue Trockenfutter enthält einen Eiweißbaustein der Milch mit angstlösenden Eigenschaften. Reichlich enthalten ist auch eine Vorstufe des sogenannten Glückshormons Serotonin und Vitamin B3, die im Gehirn ähnliche Wirkung zeigen wie angstlösende Medikamente. Die beruhigende Wirkung von Calm-Trockenfutter ist der von Valium vergleichbar – jedoch beruht sie auf rein natürlichen Inhaltsstoffen und macht nicht benommen. Glücklicherweise spricht Maja schon nach wenigen Tagen gut auf das Futter an und ist den restlichen Urlaub über ausgeglichen wie zu Hause. Majas Herrchen und Frauchen wollen vor dem nächsten Urlaub jedoch dem Rat des Tierarztes folgen und schon 14 Tage vor der Abreise mit der Fütterung von Calm-Trockenfutter beginnen, damit die sensible Hündin durch die veränderte Situation im Urlaub erst gar nicht aus dem Gleichgewicht gebracht wird.

Reiseapotheke für den Hund
Weil man kleine Unpässlichkeiten und Verletzungen nie ausschließen kann, sollten Sie sich vor der Abreise vom Haustierarzt eine Reiseapotheke zusammenstellen lassen. Neben Wunddesinfektionsmittel, steriler Kochsalzlösung zur Augenreinigung, sterilen Kompressen zum Blutstillen und elastischen Mullbinden zum Einbinden der Pfoten, gehören natürlich auch alle Medikamente, die der Hund regelmäßig nehmen muss (z. B. Herztabletten) in die Reiseapotheke. Sehr empfehlenswert für die Hunde-Reiseapotheke ist ein kleiner Vorrat an „Recovery diet“ von Royal Canin. Damit können im Urlaub erkrankte, appetitlose Tiere wieder aufgepäppelt werden. Diese – beim Tierarzt erhältliche – Diät schmeckt besonders gut und enthält alle Nährstoffe in so hoch konzentrierter Form, dass nur ganz geringe Futtermengen aufgenommen werden müssen. Für Hunde, die zu schwach zum Selberfressen sind, kann „Recovery diet“ in einer Spritze aufgezogen und dem vierbeinigen Patienten eingeflößt werden.