Endoparasiten beim Hund

Endoparasiten beim HundDarmparasiten beim Hund kommen nicht nur bei Welpen sehr häufig vor, sondern können auch bei älteren Hunden zu Verdauungsbeschwerden oder anderen Organsymptomen führen. Sie verursachen verschiedenste Probleme, abhängig vom Alter und Immunsystem des Tieres, aber auch von der Erregerart und der Erregeranzahl. Zusätzlich stellen einige beim Hund auftretende Endoparasiten auch für den Menschen ein gewisses Risiko dar, da vor allem manche Wurmlarven bei Menschen Erkrankungen hervorrufen können. Das räumliche sowie emotional enge Verhältnis zum Hund vereinfacht und fördert die mögliche Übertragung auf den Menschen, wenn grundsätzliche Hygienemaßnahmen nicht beachtet werden. Besonders bei Welpen und Junghunden werden Darmparasiten in großem Ausmaß diagnostiziert. Bereits ab der dritten bis fünften Lebenswoche des Welpen können Infektionen mit Endoparasiten zu schweren Krankheitsanzeichen führen crestor 40 mg. So kann zwar nach der ersten Entwurmung, die noch beim Züchter erfolgt, bereits eine Abnahme der Parasitenbelastung für den Welpen erreicht werden, weitere regelmäßige Entwurmungen in den ersten 6 Lebensmonaten und darüber hinaus sind je- doch unbedingt notwendig. Als problematisch müssen hier Welpen aus zweifelhafter Herkunft genannt werden (Billigimporte!), bei denen weder die Muttertiere noch die Welpen vor dem Verkauf entwurmt wurden. Im späteren Leben hängt die mögliche Verwurmung eines Hundes auch von seinen Lebensumständen ab. Frischfleischfütterung, Kontakt zu Wildtieren (jagdlich gefühte Hunde) und anderen Haustieren und die Tendenz Kot, Erde und anderes organisches Material aus der Umwelt aufzunehmen, erhöhen das Risiko auch für erwachsene Hunde.

Unsichtbare parasitäre Einzeller

Nicht alle Darmparasiten des Hundes sind mit freiem Auge als Würmer sichtbar. Viele parasitäre Einzeller sind nur in speziellen Kotuntersuchungen nachweisbar. Giardien und Kokzidien sind klassische Junghundeparasiten, die allerdings nicht immer gleich zu Durchfall, Gewichtsverlust und fehlendem Appetit führen müssen. Zumeist sind auch noch andere Faktoren wie Futterumstellung und Stress in einer neuen Umgebung Schuld an der Überlastung des Im- munsystems. Tritt jetzt beim neuen vierbeinigen Familienmitglied Durchfall auf, sollte eine Kotprobe zum Tierarzt gebracht werden, damit der Erreger nachgewiesen werden kann und der Hund mit den richtigen Medikamenten behandelt werden kann. Zusätzlich müssen auch das Fell des Welpen und die Umgebung gut gesäubert werden, da die mit dem Durchfall ausgeschiedenen Parasiten in der Umwelt lange überleben können. Für den Menschen sind diese bei- den einzelligen Parasiten in der Regel keine Gefahr.

Spulwürmer betreffen auch den Menschen

Spulwürmer beim Hund stellen eine häufige Belastung in Mitteleuropa dar und können in besonderen Fällen auch beim Menschen zu Krankheitssymptomen führen. Spulwürmer leben im Darm der Hunde und können bis zu 18 cm lang werden. Die mit dem Kot ausgeschiedenen Eier sind erst nach zehn bis fünfzehn Tagen voll infektiös. Nach der Aufnahme von infektiösen Wurmeiern aus der Umgebung schlüpfen im Darm des Hundes die mikroskopisch kleinen Larven, welche dann  aus dem Darm auswandern und über die Leber und letztendlich die Lunge in den Atmungstrakt des Hundes gelangen. Durch Aufhusten und erneutes Abschlucken der Larven gelangen diese wieder in den Verdauungstrakt, um sich dort wieder als erwachsener Wurm festzusetzen. Alternativ zu dieser normalen Körperwanderung im befallenen Hund kann es nach der Aufnahme von infektiösen Eiern bei allen Säugetieren wie auch dem Menschen zu einer Wanderung der Wurmlarven kommen, bei der die Larve letztendlich nicht in die Lunge oder den Darm gelangt. Stattdessen können sich die Larven in jeglichem Körpergewebe bewegen und dort zu ruhenden Dauerstadien transformieren. Bei der trächtigen Hündin können solche Ruhelarven wieder reaktiviert werden und entweder direkt über die Gebärmutter in den Fötus gelangen oder nach der Geburt über die Milchdrüsen und den Saugakt zur Infektion der Welpen führen. Beim Menschen kön- nen diese Wanderlarven in seltenen Fällen zu Erkrankungen des Gehirns oder der Augen führen. In einer in Österreich durchgeführten Studie wiesen 6,3% der Erwachsenen eine Immunreaktion gegen tierische Spulwürmer auf, wobei der regelmäßige Kontakt zu Haustieren als wichtigster Risikofaktor bestimmt wurde.

Vielerlei Ansteckungsmöglichkeiten für Hakenwürmer

Auch Hakenwürmer sind in Österreich bei Hunden weit verbreitet. Die Ansteckung kann auf vielerlei Arten erfolgen, bei Welpen auch über die Muttermilch! Üblicherweise stecken sich Hunde beim Fressen eines Zwischenwirtes – zum Beispiel einer Maus – an oder wenn sie Larven des Hakenwurmes aufschnüffeln. Hakenwürmer können sich jedoch auch aktiv durch die Haut des Vierbeiners bohren. Sie wandern dann durch den Körper in den Darm und verankern sich so fest in der Darmschleimhaut, dass daraus Darmblutungen und Durchfall entstehen. Auch die Larven dieses Darmparasiten machen nach der Aufnahme durch den Hund eine Wanderung im Körper des Hundes durch, um dann über die Lunge hochgehustet und wie- der abgeschluckt zu werden. Wanderlarven können bei sehr starkem Befall auch zu Lungenentzündung und Bronchitis führen – Symptome, bei denen nicht jeder sofort an Darmparasiten denkt.

Lungenwürmer im Vormarsch

Immer häufiger werden bei Hunden Erkrankungen mit Lungenwürmern festgestellt. Einer der Gründe dafür ist die starke Vermehrung von Füchsen und Dachsen und das Vordringen dieser Kulturfolger in städtische Lebensräume. Als natürliche Wirte des Lungenwurms sorgen Fuchs und Dachs für die Weiterverbreitung des Parasiten. Leider nimmt auch die Anzahl der wichtigsten Zwischenwirte, nämlich Schnecken und Nacktschnecken von Jahr zu Jahr zu. Die Schnecken enthalten die infektiöse Larve des Lungenwurms. Frisst der Hund eine befallene Schnecke, so steckt er sich an. Die Larven wandern vom Darm des Hundes über den Bauch bis ins Herz und in die Lungenarterien, wo sie sich zu erwachsenen Würmern entwickeln. In der Lungenarterie werden die Eier abgelegt und gelangen mit dem Blutstrom ins Lungengewebe, verursachen dort massive Entzündungsherde und entwickeln sich zu Larven, die hochgehustet, abgeschluckt und mit dem Kot ausgeschieden werden. Die Larven im Kot werden wieder von den Schnecken aufgenommen und der Infektionszyklus beginnt von neuem. Der Befall mit Lungenwürmern kann nur durch spezielle Nachweisverfahren von Larven im Kot bewiesen werden. Wurmmittel mit breitem therapeutischem Spektrum helfen innerhalb kurzer Zeit, wenn sie regelmäßig angewendet werden.

Bandwurm: je kleiner  umso gefährlicher

Entgegen der allgemeinen Meinung sind die besonders gefährlichen Exemplare, wie zum Beispiel der Fuchsbandwurm und der dreigliedrige Hundebandwurm, relativ klein; ihre Länge beträgt nur ein bis sechs Millimeter. Deswegen werden sie kaum jemals im Kot eines Hundes gefunden, und die Eier der Bandwürmer sind zu klein, um sie mit bloßem Auge zu sehen. Leider ist gerade die Verbreitung des für den Menschen gefährlichen Fuchsbandwurmes im Zunehmen begriffen. Für Hunde ist der Fuchsbandwurm ungefährlich, sie scheiden zwar mit dem Kot die Bandwurmglieder aus, erkranken aber nicht. Steckt sich jedoch der Mensch damit an – zum Beispiel beim Streicheln des Tieres – so kann dies lebens- gefährlich sein. Denn beim Menschen kann dieser Bandwurm zu schweren chronischen Erkrankungen der Leber und anderer innerer Organe führen.

Auch Flöhe übertragen Bandwürmer

Die häufigsten Bandwürmer des Hundes werden durch Flöhe übertragen – wie zum Beispiel der Gurkenkernbandwurm – und sind glücklicherweise für den Menschen ungefährlicher. Sobald Hunde einen infizierten Floh aus ihrem Fell erwischen und fressen, kommt es zur Ansteckung des Hundes. Diese Bandwürmer geben nicht einzelne Eier mit dem Kot des Hundes ab, sondern ganze Ei- Pakete in einem Bandwurmglied, welche sich aktiv bewegen können. Diese Ei-Pakete haben die Größe eines Reiskorns und sind auch für den Laien mit bloßem Auge gut zu erkennen.

Entwurmen schützt Tier und Mensch

Generell sind Parasiten beim Hund häufig anzutreffen, wobei nicht jeder Befall gleich zu Krankheits-Symptomen führen muss. Regel- mäßiges Entwurmen des Vierbeiners schützt nicht nur diesen, sondern kann auch uns Menschen vor schwierig zu erkennenden Erkrankungen bewahren. Die richtige Wahl des Entwurmungs- mittels ist hier entscheidend, da nicht jedes Präparat gegen jeden Darmparasiten des Hundes wirkt. Wiederholte parasitologische Kotuntersuchungen des Hundes können Aufschluss über die Parasitenbelastung geben. Es ist aber anzumerken, dass viele Darmparasiten nur unregelmäßig Eier ausscheiden. Daher ist ein negatives Ergebnis einer Kotuntersuchung noch kein Beweis für das Fehlen eines Parasitenbefalls des Hundes. Zusätzlich sollten grundsätzliche Hygienemaßnahmen bei allen Hunden beachtet werden. Nach dem Streicheln und vor dem Essen sollten die Hände gewaschen werden und das Teilen des Schlafplatzes von Hund und Mensch (im selben Bett) führt mitunter auch zum Teilen derselben Parasiten. Die Fellreinigung des Hundes bleibt zumeist dem Menschen überlassen, ist aber vor allem in Zeiten wo der Hund Durchfall hat sehr wichtig. Das Abschlecken des Gesichtes von Kleinkindern durch den Hund sollte generell vermieden werden. Nahrungsmittel gehören, sobald der Hund daran geschleckt oder genagt hat, entweder dem Hund oder sie müssen entsorgt werden.