Chronisches Nierenleiden als Haupttodesursache älterer Katzen

Chronisches_Nierenleiden_als_Haupttodesursache_aelterer_KatzenNieren haben lebenswichtige Aufgaben. Sie produzieren Harn, indem sie aus dem Blut überschüssiges Wasser und auszuscheidende Substanzen herausfiltern. Der Filterungsprozess findet in vielen winzig kleinen Funktionseinheiten der Niere statt, die als Nephronen bezeichnet werden. Die gesamte Nierenfunktion setzt sich aus der Tätigkeit der einzelnen Nephrone zusammen. Kommt es zu einer Schädigung, durch welche intakte Nephrone zerstört werden, ist die Niere anfangs in der Lage, ihre Aufgabe unbeeinträchtigt fortzuführen, da die übriggebliebenen Nephrone ihre Kapazität erhöhen und so die Nierenfunktion über einen gewissen Zeitraum aufrechterhalten können. Die Erhöhung der Kapazität erfolgt jedoch über einen Druckanstieg in der Niere, der nicht nur weitere Funktionseinheiten zerstört, sondern auch zu erhöhtem Blutdruck führt, der wiederum negative Auswirkungen auf Herz, Augen und Gehirn hat. Die Niere erfüllt aber auch wichtige Aufgaben in der Regulation des Mineralstoffhaushaltes (Natrium, Kalium, Kalzium und Phosphat). Je mehr Nephronen zerstört sind, desto weniger kann die Niere ihre Funktion erfüllen. Sie verliert die Fähigkeit, Abfallprodukte des Stoffwechsels über den Harn auszuscheiden, weshalb sich diese im Blut anreichern und es vergiften. Umgekehrt kommt es jedoch zur krankhaften Ausscheidung von Eiweiß mit dem Harn, weshalb die Tiere abmagern. Damit nicht genug, bewirkt die vermehrte Eiweißausscheidung auch noch eine chronische Entzündung im Nephron, die die krankhafte Umwandlung von Nierengewebe in funktionsloses Bindegewebe zur Folge hat. Man bezeichnet dies als Fibrosierung der Niere. Da auch zu viel Wasser in den Harn wandert, trocknen die Tiere aus. Sowohl der Flüssigkeitshaushalt als auch die Mineralstoffverteilung und der Säure-Basenhaushalt des Organismus kommen aus dem Gleichgewicht. Man spricht dann von der Chronischen Nierenerkrankung oder auch Chronischen Niereninsuffizienz.

Häufigste Todesursache älterer Fleischfresser

Leider ist die Chronische Nierenerkrankung das häufigste medizinische Problem und eine der Haupttodesursachen älterer Katzen, aber auch älterer Hunde. Der Grund dafür ist, dass Fleischfresser – und hier besonders Katzen – einer extrem hohen Phosphatzufuhr ausgesetzt sind, da Fleisch von Natur aus reich an Phosphat ist. Verglichen mit der normalen Kost eines Menschen nehmen Katzen mit dem handelsüblichen Katzenfutter, oder auch mit selbst zubereiteter Fleischkost, im Verhältnis rund sechsmal mehr Nahrungsphosphat zu sich. Dieses bleibt gemeinsam mit Harnstoff als Abfallprodukt des Eiweißstoffwechsels im Blut zurück und muss über die Niere mit dem Harn ausgeschieden werden. Wenn ein Tier jedoch an Chronischer Nierenerkrankung leidet, verliert die Niere – wie schon oben erwähnt – die Fähigkeit, Abfallprodukte auszuscheiden. Kranke Nieren arbeiten wie ein umgedrehter Filter: Zu viel Wasser wandert in den Harn, zu viel Abfall, also auch Phosphat, bleibt im Blut. Während hohe Harnstoffwerte im Blut Müdigkeit, Apathie und Erbrechen bewirken, führt der erhöhte Phosphatspiegel zur Freisetzung von Kalzium aus den Knochen. Die Folge davon ist eine Verkalkung von Nierengewebe und damit eine weitere Schädigung der Niere.

Krankheit entwickelt sich schleichend

Leider sind mehr als ein Drittel aller über achtjährigen Katzen und eine große Anzahl älterer Hunde vom Chronischen Nierenleiden betroffen. Da sich die Erkrankung schleichend entwickelt, zeigen sich Symptome und erhöhte Nierenwerte im Blut erst, wenn schon mehr als 70 Prozent des Nierengewebes geschädigt sind. So war es auch bei der elfjährigen Katze Lucy. Innerhalb eines halben Jahres verfiel Lucy sichtbar. Die gutgenährte fröhliche Samtpfote verwandelte sich in diesem kurzen Zeitraum in eine abgemagerte, apathische Katze, die in letzter Zeit außergewöhnlich viel trinkt, aber kaum Appetit hat und die meiste Zeit teilnahmslos herumliegt. Durchfall und häufiges Erbrechen schwächen Lucy zusätzlich. Bei der tierärztlichen Untersuchung stellt sich heraus, dass Lucy völlig ausgetrocknet ist, ihre Nierenwerte und der Phosphatspiegel im Blut stark erhöht sind und dass sie mit dem Harn Eiweiß ausscheidet. Die Befunde sprechen für die typische Chronische Nierenerkrankung der älteren Katzen.

Blutdruckmessen ermöglicht Früherkennung

Hätte man Lucy regelmäßig den Blutdruck gemessen, so hätte man schon die beginnende Nierenschädigung erkennen und früher therapeutisch eingreifen können. Denn erhöhter Blutdruck ist oft der erste Hinweis auf einen Nierenschaden; meist ist der Blutdruck schon erhöht, bevor noch Veränderungen der Nierenwerte im Laborbefund sichtbar werden. Erst wenn die chronische Nierenerkrankung schon weit fortgeschritten ist, zeigen sich im Bluttest erhöhte Harnstoff- und Kreatininwerte und ein zu hoher Phosphatspiegel – lauter Abfallprodukte des Eiweißstoffwechsels. Der Blutdruck von Katzen und Hunden sollte daher bei jedem Tierarztbesuch kontrolliert werden.

Niere regeneriert sich nicht

Befunde, die auf die Chronische Nierenerkrankung (Chronische Niereninsuffizienz) hinweisen, müssen sehr ernst genommen werden, weil sich bereits geschädigtes Nierengewebe nicht mehr regenerieren kann. Ohne Therapie ist der Verlauf der Erkrankung fortschreitend und unheilbar, der Übergang zur Urämie (Harnvergiftung) fließend. Die Tiere leiden dann an Krämpfen, Zittern, Juckreiz und epileptischen Anfällen. Schlussendlich fallen sie ins urämische Koma und gehen elendiglich zu Grunde.

Pronefra unterstützt auch Hunde-Nieren

Das Prinzip und der Verlauf der Chronischen Niereninsuffizienz bei Hunden sind gleich wie bei der Katze. Die Erkrankung ist auch bei Hunden sehr häufig und verläuft ebenfalls schleichend. Obwohl auch bei Hunden vermehrter Durst und ein dementsprechend häufigerer Harnabsatz zu den ersten sichtbaren Anzeichen der Chronischen Niereninsuffizienz zählen, wird dies von Hundehaltern oftmals übersehen, da Hunde ja von Haus aus viel mehr trinken als Katzen. Häufig wird erst eine beginnende Stubenunreinheit in der Nacht als erstes Anzeichen für eine gesundheitliche Störung des Tieres wahrgenommen. Die Erkrankung schreitet beim Hund noch rascher fort, verläuft also noch dramatischer. Es ist daher ganz besonders wichtig, auch beim Hund bereits im Frühstadium der Erkrankung mit der Verabreichung von Pronefra zu beginnen, um die Nieren rechtzeitig zu unterstützen und das rasche Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen.