Bewegungsunlust?

Oft sind Arthrosen schuld

Im Gegensatz zum Menschen können Tiere nicht sagen, ob sie Schmerzen haben und was genau weh tut. So wird der siebenjährige Beagle Benny zum Tierarzt gebracht, weil er plötzlich so „faul“ geworden ist. „Der Benny will am liebsten nur noch liegen und beim Spazierengehen dreht er gleich um und will wieder nach Hause. Wieso ist er so bequem geworden?“, wundert sich sein Frauchen. Nach der genauen Untersuchung Bennys steht fest, dass Benny nicht „faul und bequem“ ist, sondern an Arthrose im Anfangsstadium leidet. Er hinkt zwar noch nicht, verspürt aber beim Aufstehen und beim Gehen bereits Schmerzen; dies ist der Grund, warum Benny sich nicht mehr bewegen will. Dank der Aufmerksamkeit seines Frauchens kann man frühzeitig in den Krankheitsprozess eingreifen und das schnelle Voranschreiten der arthrotischen Veränderungen verhindern.

Arthrose-Früherkennung durch genaue Beobachtung

Zu den häufigsten Ursachen für Schmerzen bei Hunden zählen Arthrosen, also degenerative Gelenkserkrankungen. Leider fallen diese meist erst in weit fortgeschrittenem Stadium auf, da viele Hundebesitzer die Schmerzäußerungen des Tieres in den frühen Stadien der Erkrankung nicht als solche deuten können. Es ist also wichtig, dass man als Hundehalter von Zeit zu Zeit das Allgemeinbefinden des Tieres hinterfragt. Da sich aber auch im Zusammenleben zwischen Mensch und Tier eine gewisse Betriebsblindheit einschleicht, sollte man Freunde, die den Hund nicht regelmäßig sehen, fragen, ob ihnen eine

Verhaltensänderung aufgefallen sei. Ein Hund mit Gelenksschmerzen hat weniger Freude am Spielen, springt nur ungern, mag keine langen Spaziergänge mehr und wirkt häufig deprimiert. Das Stiegensteigen fällt ihm schwer und das Hinlegen und Aufstehen bereitet Schwierigkeiten. Mit fortschreitender Arthrose beginnt der Hund zu hinken. Aber auch Appetitlosigkeit, Aggressivität oder Gleichgültigkeit bis hin zum Verlust der Stubenreinheit können Anzeichen für Schmerzen sein. Wenn sich solche Anzeichen mehren, ist ein Besuch beim Tierarzt angebracht.

Wie Arthrose entsteht

Arthrose ist die Folge von Abnützungserscheinungen von Gelenken im Laufe des Lebens. Übergewicht, vererbte Fehlstellung von Gelenken, wie z.B. Hüft- gelenksdysplasie, und extreme Überbelastung des Hundes begünstigen die Entstehung. Außerdem verliert mit zunehmenden Alter das Gelenk an Elastizität, weil die wasserhältige Knorpelschicht, die hauptsächlich

aus Chondroitinsulfat besteht,immer dünner wird. So fehlt dem Gelenk schließlich die nötige Elastizität, um den Druck auszugleichen. Es kommt zum Schwund des Gelenkknorpels und zur chronischen Entzündung des Gelenks. Die Tiere haben Schmerzen, stehen nicht gern auf, hinken und wollen sich nicht bewegen. Erstes Anzeichen ist häufig eine steife Gangart des Tieres.

Wie kann man helfen?

Ein wesentlicher Teil jeder Arthrose-Therapie ist die Schmerztherapie. Es gibt jetzt auch für Hunde Schmerztabletten, die ohne Nebenwirkungen zur Langzeittherapie geeignet sind. Abgesehen davon hilft bei Arthrosen die Zufuhr von natürlichem Chondroitinsulfat, weil dieses die Wasserbindungsfähigkeit und damit die Elastizität des Gelenkknorpels erhöht und zusätzlich die Knorpelzellen zur Neubildung anregt. Achten Sie also darauf, dass das Futter ausreichend Chondroitinsulfat und optimalerweise auch Omega-3-Fettsäuren enthält, da diese entzündungshemmend wirken. Bei Tierärzten ist Spezialfutter mit den genannten Inhaltsstoffen erhältlich. Auch Magnetfeldtherapie, Stoßwellen- und Physiotherapie sind bei Arthrose hilfreich. Über die allerneueste Möglichkeit, dem Problem Arthrose mit Stammzelltherapie entgegen zu treten, lesen Sie auf den folgenden Seiten.